Afrikanischer Weißbauchigel

WeißbauchigelAfrikanischer Weißbauchigel (Atelerix albiventris) zählt rein subjektiv betrachtet zu der Art von Lebewesen, zu denen man sich spontan hingezogen fühlt. Dessen ungeachtet sind diese kleinen afrikanischen Hedgies keine ausgesprochenen Haustiere.

In der wissenschaftlichen Systematik gehört der Igel der Klasse der Säugetiere (Mammalia) an. Dabei ist der Igel der Unterklasse der höheren Säugetiere (Eutheria) zugeordnet und ist ein Insekten- Fresser (Isectivora). Er ist ein Mitglied der Familie der Igel (Erinaceidae) und gehört dabei der Gattung der mittel- afrikanischen Igel (Atelerix) an. Seiner Art nach ist er ein Weißbauchigel.

FAKTEN: Afrikanischer Weißbauchigel 
Lebensaum Afrikanischer WeißbauchigelOrdnung: Insektenfresser
Überordnung: Laurasiatheria
Familie: Igel
Unterfamilie: Stacheligel
Gattung: Afrikanische Igel
Verbreitung: Afrika, vom Süden der Sahara bis zum Kongo, Somalia und Tanzania
Lebensraum: Überwiegend Buschland, Savannen und Steppen, aber auch Gärten in Städten werden vom Igel als Lebensraum genutzt
Körper: Die Igel erreichen eine Größe von 140 - 210 mm und weisen in der Regel ein Gewicht von ca. 270 - 700 g auf.
Nahrung: Vorwiegend Insektenfresser, Schnecken aber auch Regenwürmer, kleine Wirbeltiere, Früchte und Pilze
Vermehrung: Tragezeit beträgt 30 - 40 Tage. Im Schnitt werden zwei bis vier Jungen geboren

WeissbauchigelDieses possierliche Tier afrikanischer Herkunft wurde 1841 erstmals von Johann Andreas Wagner wissenschaftlich beschrieben. Das ist der Grund dafür, dass der Weißbauchigel mit vollem wissenschaftlichem Namen „Atelerix albiventris WAGNER“ heißt. Johann Andreas Wagner lebte von (1797 – 1861) und war deutscher Paläntologe, Zoologe und Archäologe. Mit dieser hohen Kompetenz war er unter anderem als Hochschullehrer tätig. Er war außerdem der Konservator der zoologischen Sammlungen Bayerns (1849). Als Buchautor hinterließ er das viel beachtete Buch: Die geographische Verbreitung der Säugetiere (1844-46) und an der Universität München war er als Professor zu erleben.

Sieben Jahre nach seiner ersten wissenschaftlichen Beschreibung wurde der afrikanische Weißbauchigel erneut wissenschaftlich berücksichtigt. Auguste Pomel (1821 – 1898) fasste 1848 alle afrikanischen Igel in der Gattung Atelerix zusammen. Die Gattung Atelerix steht in ihrer lateinischen Bedeutung für die schwache Kampfkraft der Tiere. Die Verteidigung der Igel findet in der Tat per se rein passiv statt. Der zweite Teil des lateinischen Namens „Albiventris“ bezeichnet die rein weiße Bauchseite. Diese Bezeichnung setzt sich aus albi = weiß und ventra l= den Bauch betreffend zusammen. Also ist der afrikanische Weißbauchigel ein weißbauchiges Tier von schwacher Kampfkraft, das Johann Andreas Wagner als erster wissenschaftlich beschrieben hat: „Atelerix albiventris Wager“

Allgemeine Hinweise – Afrikanischer Weißbauchigel

Afrikanischer IgelDer ausgewachsene Weissbauchigel erreicht eine Körperlänge von 15 bis zu 25 cm- wobei auch schon noch etwas größere Exemplare gefunden worden sein sollen. Der Schwanz kann eine Länge von 2,5 cm erreichen. Bei einem Gewicht von 250 bis 600 g bleiben die Männchen stets ein wenig kleiner und auch leichter als die weiblichen Artgenossinnen. Charakteristisch für diesen kleinen Igel ist beim Männchen, wie auch beim Weibchen, das Stachelkleid. Es besteht beim Weißbauchigel aus modifizierten Haaren. Sein „Stachelkleid“ bedeckt sowohl die Rückeckenpartie als auch die Flanken und reicht dabei vom Scheitel bis zum Schwanzansatz. Die Stacheln sind innen hohl und münden am Ende in eine scharfe Spitze. Ventral (also bauchseitig) hat der Körper ein pelziges, weißliches Fell. Die Gliedmaßen sind bemerkenswert kurz. Bei Gefahr macht auch diese kleine Gattung dasselbe wie alle Igel – er rollt sich durch Muskelkontraktion in eine kugelige Form. Dabei werden die graubraunen bis braunen Stacheln zu einem Abwehrschirm und bieten etwas Schutz. Der Kopf endet in der für Igel typischen länglichen Schnauze (Stachelnasen). Es sind diese bemerkenswerten Eigenschaften die diese Igel als perfekte Haustiere erscheinen lassen. Beim Lesen solcher Beschreibungen hat der Freund heimischer Tier- Haltung bereits die Haltung der Spezies in einem geräumigen Terrarium mit entsprechender Einrichtung im Hinterkopf (Die Tierchen laufen und klettern gerne – auch länger).Willkommen „Daheim“. Doch eine solch relativ beengte Terrarium – Umgebung will nicht so recht zu dem nächtlichen Jagdverhalten passen, bei dem die niedlichen Hedgies sich als ausdauernder Läufer mit enormem Bewegungsdrang zeigen. So weitläufige Laufflächen geben auch große Terrarien nach dem Zuklappen nicht her. Was nicht heißen kann und nicht heißen darf, dass eine Haltung in Gefangenschaft nicht möglich ist. Diese Igel stellen Tag für Tag nur andere Anforderungen an ihren Lebensraum im neuen Zuhause, als ein Terrarium in den eignen vier Wänden in Deutschland sie bieten kann.

Lebensraum und Lebensweise

Die kleinen afrikanischen nachtaktiven Weißbauchigel sind in der freien Natur klassische Einzelgänger. Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass die Igel auf ihrer nächtlichen Nahrungssuche trotz ihrer kurzen Beine durchaus mehrere Kilometer laufen. Sie haben kein festes Territorium, bekommen aber trotzdem nur selten Kontakt zu ihren Artgenossen. Ihre Pausen verbringen sie gerne in Termitenbauten oder hohen Baumstämmen. Jeden Abend suchen sie sich ein neues Home für die Nacht. Während der kalten Wintermonate (bis weit über den Feb hinaus) halten sie in bester Igelmanier ihren Winterschlaf in ihrem deutschen Heim. Auch diese kleinen Exemplare senken dazu ihren Stoffwechsel in drastischer Weise. Die Länge ihres Winterschlafs richtet sich nach den realen Witterungsbedingungen. Es wurden auch schon Tiere in einer Sommerruhe beobachtet. Zu ihren natürlichen Feinden zählen Eulen (Strigiformes) wie zum Beispiel der Blassuhu (Bubo lacteus). Weitere Feindschaften werden auch in wissenschaftlich- einschlägiger Literatur nicht erwähnt.

Verbreitung des Tiers

Dieser Igel ist vom westlichen bis hin zum östlichen Afrika sehr weit verbreitet. Das entspricht einer Verbreitung vom Senegal bis nach Äthiopien in Ostafrika. Noch konkreter ist der Igel in Benin, Kamerun, in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad, in der Elfenbeinküste, Burkina Faso, Eritrea, Äthiopien, Gambia, Dschibuti, Ghana, Guinea, Kenia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Sierra, Senegal, Leone, Sudan, Somalia, Tansania, Uganda, Togo und Sambia nachgewiesen worden. Also alles Gegenden mit gehobener Temperatur. Dabei ist er insbesondere in Savannen und ausgedehnten Grasflächen nebst lichtem Unterholz zu finden.

Ernährung der Igel

Man sollte ja meinen, dass diese Klein – Ausgaben von Igeln eher genügsame Esser sind. Doch sie sind Insekten- Fresser, deren Speiseplan hauptsächlich aus Ameisen (Formicoidea), Termiten (Isoptera) und Käfern (Coleoptera) sowie deren Larven und Raupen besteht. Bei der Gelegenheit verschmähen sie auch kleineres Spinnengetier (Arachnida), Würmer (Lumbricidae), Schnecken (Gastropoda) und Eier nicht wirklich. Ob auch kleine Wirbeltiere oder gar pflanzliche Kost mit auf der Speisekarte stehen, ist nicht „belastbar“ dokumentiert. In Summe lebt er also von solchem Getier, dass wir eher als Schädlinge bezeichnen würden. Das macht ihn selber dadurch zu einem Nutztier, unter anderem von Gärten. Gern ernährt er sich aber nur von afrikanischen Insekten, die man sehr schlecht in Europa erwerben kann, egal ob lebend oder tot.

Fortpflanzung der Weißbauchigel

Igel NachwuchsDer alte „Schenkelklopfer“ nach dessen Aussage sich Igel ganz vorsichtig paaren, gehört wohl wirklich in die Kiste der Anekdoten. Weißbauchigel werden im Alter von etwa 3 geschlechtsreif. Je nach Population pflanzen sich die Tiere 1- bis 2-mal pro Jahr fort. Das ist während der regnerischen, warmen Jahres – Zeit besonders häufig zu beobachten. Dabei bringt das Weibchen nach der Trage – Zeit von 35 Tagen bis zu 6 Jungtiere zur Welt. Das einzelne Baby wiegt gleich nach der Geburt rund 10 Gramm – hat aber schon ein weiches Stachelkleid. Irgendwann nach 4 bis 6 ersten Wochen wird der Nachwuchs durch das Weibchen von der Muttermilch entwöhnt. Dann gilt es den eigenen „Zahn“ zu benutzen. In freier Wildbahn werden diese Tiere rund 6 bis 6 Jahre alt. In Gefangenschaft werden sie meist auf Grund falscher Haltung nur 2 Jahre, können aber im extremen Einzelfall bei guter Artenkenntnis auch 10 Jahre alt werden. Von der Haltung als Haustier raten Fachleute wie erfahrene Tierliebhaber gleichermaßen ab. Wer sich dennoch dazu entschließen sollte, muss für ein Pärchen zuchtfähiger Igel durchaus mehrere tausend Dollar einkalkulieren. Aus dem Grund wurde viel Inzucht betrieben. Durch die Werbung wahrer Zucht Unternehmen wurde die Nachfrage nach den kleinen Lieblingen immer größer. In der Mitte der 1990 Jahre brach dieser Markt zusammen und hinterließ auch unzählige verzüchtete Weißbauchigel mit unterschiedlichen Farben. Auf Messen und Ausstellung werden auch farbige Zuchtformen vorgestellt. Dabei werden sie gerne auch mit Schleifchen ausgestattet und im Puppenstuben – Ambiente „vermenschlicht“. Ihren nötigen Freilauf finden sie natürlich nicht. Hedgies brauchen ganz viel artgerechte Beschäftigung, um sich wohl zu fühlen.

Afrikanische Igel und Menschen

Neben den bereits beschriebenen Verbreitungsgebieten ist der Afrikanische Igel durchaus auch in Gärten in den Städten zu finden. Eigentlich meiden sie nur die offenen Flächen, wie die Wüste oder aber auch zu dichte Waldgebiete. Da sie vom Tierfreund als „niedlich“ empfunden werden, werden sie auf diese Weise auch zu Haustieren erklärt. Dabei ist der Igel als Haustier eher eine Herausforderung. Er ist nachtaktiv und muss die Gelegenheit zu ausgedehnten Jagdmärschen haben. In der Gefangenschaft des Menschen fehlt dieses hohe Maß an Bewegung. Die Nahrung wird gereicht – der Igel kann dabei weder seinem Bewegungsdrang noch seinem Jagdinstinkt in ausreichendem Maße nachkommen. Das können auch Laufräder in Hamstermanier nicht ersetzen. Außerdem wählt er gerne jede Nacht ein anderes Schlafquartier. Sein Wohlbefinden hängt also davon ab, wie er gehalten wird. Ansonsten bereitet der Igel dem Menschen durch seine pure Anwesenheit und sein Verhalten größtes Vergnügen.

Über Haustiere wie diese gibt es natürlich auch im Internet eine ganze Fülle von Informationen. Das gilt gleichermaßen für einschlägige Foren und für Fachportale. Unter Berücksichtigung von Datenschutz & Co ist das Anmelden schon auf der Startseite rasch erledigt. Nach dem Anmelden stellen diese Seiten, wie Zooplus, zumeist Artikel mit guten Infos, rund um die Haltung dieser Igel Spezies zur Verfügung. News lassen sich abonnieren und der Internetkontakt zu anderen Igelfreunden ist leicht hergestellt. So erhält man manch erfahrene Hilfe und wichtige Antwort Die Navigation ist ganz einfach. Das erinnert schon an die Vorgehensweise von Facebook. Auch hier gibt es reichlich Möglichkeiten, Kontakt zu Igelfreunden zu knüpfen und so weitere Informationen über diese „Haustiere“ zu sammeln. Schließlich ist der Hedgie kein so einfaches und bekanntes Haustier wie ein Hund.

Nicht selten findet man auf diese Weise auch den einen oder anderen Shop im Internet. Auch hier gibt es viele lesenswerte Inhalte. Dabei ist es auch interessant, in deren Archiven zu stöbern. Oft gibt so ein Shop die Möglichkeit einzelne Artikel auch vom Start aus den Jahren 2013, 2014, 2015 oder auch neue Erkenntnisse aus 2016 zu lesen. Da kann man nach Herzenslust durch die Dokumente scrollen und stößt immer auch auf richtig gute Tipps. Diese Archive findet man am einfachsten bei solchen Shops, die eine Sitemap (eine Orientierungshilfe beim Finden der einzelnen Seiten) und ein Gästebuch haben. Besonders professionelle Seiten lassen auch die Suche von Inhalten innerhalb der jeweiligen Auftritte zu. Auf diese Weise sind die gesuchten Infos oder eine wichtige Anzeige besonders leicht zu finden und stehen zum Ansehen bereit. Bei deren weiterer Verwendung sollten Sie allerdings die Hinweise auf das Copyright achten.

Sollten Sie bereits einen afrikanischen Weißbauchigel haben, dann bekommen Sie in einem guten Haustiere Online Shop auch das passende Futter. Diese niedlichen Vierbeiner vertragen leider nicht alle Produkte, das man ihnen aus der heimischen Fauna und Flora anbieten kann. Nur mit der richtigen Ernährung bleiben die kleinen Kerle auf lange Sicht gesund. Achten Sie beim Kauf von Futter darauf, dass die Abgabe möglichst als echtes Lebendfutter erfolgt. Es braucht in Summe sehr viel Erfahrung, Raum und Zeit diese wunderbaren Tiere zu halten. Damit bleibt des zwar nicht den alterfahrenen Igelliebhabern vorbehalten, doch sollten sich jüngere Tierfreunde ausreichend informieren. Die Weissbauchigel fordern ihre Rechte durchaus ein. Das macht ihn dem Langohrigel ähnlich. Im Ernstfall ist auch mal ein Besuch beim Arzt notwendig. Es macht im Einzelfall sogar Sinn, ein frisch erworbenes Tier gleich nach der Anschaffung medizinisch untersuchen zu lassen. Die Gesundheit dieser Vierbeiner ist in der Gefangenschaft ein hohes Gut, mit dem man sich ausführlich beschäftigen sollte. Um die Gesundheit auf Dauer erhalten zu können sind manchmal auch Nahrungsergänzungen vom Tierarzt sinnvoll. Das Vorkommen von Krankheiten sollte möglichst so vermieden werden. Im Internet gibt es dazu so manchen wertvollen Link, auf den sie durchaus achten und einen Klick draufsetzen sollten. Auf einigen dieser Seiten muss man sich wieder einloggen – vergessen sie im Zweifel das Abmelden oder Ausloggen (trennen der Verbindung) nicht. Eine der markantesten Bezugsquellen – auch für eher exotische Artikel – ist das bekannte Online- Auktionshaus eBay. Hier gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. Man achte bei dessen Nutzung allerdings genau auf die vorgeschriebenen Richtlinien. Gerade hier gibt es oft die auffälligsten Angebote.